Er hat eine bewegte Karriere hinter sich, in deren Verlauf er neun verschiedene Trikots trug. Gleich zweimal spielte er für die Borussia, gleich zweimal auch für Eintracht Trier, jeweils unter seinem Förderer und Trainer Paul Linz, der ihn zwischenzeitlich auch zum 1. FC Magdeburg lotste. Auch als Coach übernahm er im Ellenfeld bei den A-Junioren und der ersten Mannschaft Verantwortung. Heute er allen Grund zum Feiern, wird runde 50 Jahre alt: Catalin Racanel – CR 50 statt CR 7! Wir gratulieren herzlich!
Das Licht der Welt erblickte das „Geburtstagskind“ in Bukarest. In der rumänischen Hauptstadt wuchs er bei seinen Eltern auf und lernte bei Viitorul Bucuresti das Fußball-ABC. Als er mit seiner Mannschaft 1990 an einem Jugendturnier in Frankreich teilgenommen hatte und der Reisebus auf der Rückfahrt in Saarbrücken Station machte, luden ihn sein Onkel und seine Tante, die dort lebten, zu zweiwöchigen Ferien ein. Sie konnten den damals 14jährigen anschließend davon überzeugen, nicht mehr nach Rumänien zurückzukehren. Catalin Racanel blieb in Deutschland, ging seiner Leidenschaft bei den Junioren der SG Erbach und des FC Homburg nach. Aus dem Waldstadion wechselte er 1994 ins Ellenfeld – Borussia, damals Regionalligist, war seine erste Station im Herrenbereich, bei der er vier Jahre verbrachte, ehe er 1998 zum Nachbarn nach Elversberg wechselte.
Ein Jahr später rief die Eintracht aus Trier. Im Moselstadion fiel er durch herausragende Leistungen zahlreichen Scouts auf, einer davon machte Meldung beim FC St. Pauli. Am Millerntor jedoch hatte es Catalin Racanel schwer, kam nur zu sieben Einsätzen für den Bundesliga-Aufsteiger in der `bel etage´ des deutschen Fußballs. Deshalb entschloss er sich im Sommer 2003, dem Ruf von Paul Linz zu folgen und kehrte nach Trier zurück. Bei der Eintracht erlebte er als Stammspieler erneut eine erfolgreiche Zeit, half dem in die 2. Liga aufgestiegenen Team mit 13 Treffern in 65 Spielen zu zwei guten Platzierungen, konnte im dritten Jahr allerdings auch nicht den unglücklichen Abstieg der Trierer verhindern. Dass er sich ausgerechnet LR Ahlen anschloss – dem Club, der sich aufgrund eines einzigen mehr erzielten Treffers gegenüber der Eintracht in der 2. Liga gerettet hatte – , klingt da fast schon wie Ironie des Schicksals! Doch ein Jahr später hieß es auch für die Ostwestfalen Abschied nehmen von Liga zwei. Catalin Racabel verabschiedete sich ebenfalls: In die Regionalliga Nordost zum FC Sachsen Leipzig. Von dort holte ihn erneut Paul Linz – diesmal zum 1. FC Magdeburg, wo sich Catalin Racanel als Stammspieler etablierte und in 60 Spielen fünfmal traf. Da man seinen Vertrag an der Elbe dennoch nicht verlängerte, folgte er wieder seinem Förderer Paul Linz, der inzwischen im Ellenfeld Cheftrainer war. Doch nach nur einem Jahr war auch hier Schluss. Beim SV Rot-Weiß Türkgücü Wittlich und beim FV Oberbexbach ließ Catalin Racanel seine Profikarriere dann ausklingen.

Dreimal CR 50: Catalin Racanel als erfahrener Akteur im Borussen-Trikot (oben li.), als Jungspund im Team von Trainer Guido Mey (oben re., kniend ganz re.) und mit dem Borussen-Leo (unten, kniend ganz li.). (Fotos: Thomas Burgardt, herzlichen Dank! / Ellenfeld-Verein e.V. Archiv Borussia Neunkirchen)

Doch das runde Leder ließ ihn nicht los. Bei der Borussia trainierte er die A-Junioren, fungierte als Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft, für die er im Frühjahr 2012 auch die volle Verantwortung als Chef übernahm und die Borussen auf einen guten 7. Platz führte. Auch bei Türkgücü Wittlich und der SG Niederkail in der Eifel war er als Trainer tätig.
Die kurze Auflistung zeigt: Catalin Racanel hat im Fußball viel erlebt, ist viel herumgekommen, hat zahlreiche Trainer und ihre Methoden kennengelernt, mit vielen Kollegen zusammengespielt. Wenn der (meist offensiv ausgerichtete) Mittelfeldspieler sein 50jähriges Leben heute an seinem Ehrentag Revue passieren lässt, kann er wahrscheinlich ganz viele Geschichten erzählen. Zu den Höhepunkten seiner Zeit im Ellenfeld dürften sicher die beiden Pokalspiele 1996 gegen Leipzig und St. Pauli gehören, aber auch mit der Trierer Eintracht erlebte er 1999 beim 6:5 (nach Elfmeterschießen) gegen den Karlsruher SC und dem anschließenden 2:1 gegen 1860 München, zu dem er die Torvorlage zum Treffer von Rudi Thömmes beisteuerte, Pokal-Sternstunden, ehe im Achtelfinale gegen Hansa Rostock das Aus kam.
Borussia denkt an diesem Tag gerne an Catalin Racanels Zeit im Ellenfeld zurück, gratuliert ihm ganz herzlich zum runden Geburtstag und wünscht für die Zukunft alles Liebe und Gute, vor allem Gesundheit. Schau mal wieder vorbei im Ellenfeld, Catalin – Du sollst wissen, dass Du hier jederzeit herzlich willkommen bist!
Am heutigen 23. September feiern weitere frühere Borussen-Aktive ihren Geburtstag: Daniel Ruschmann wird 37, Godmer Mabouba 36 und Ewald Bucher 46 Jahre alt. Der ehemalige Präsident Gerhard Alsfasser vollendet heute gar sein 83. Lebensjahr. An alle herzlichen Glückwunsch und alles Gute für das neue Lebensjahr! (-jf-)
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, bleibt gesund und der Borussia gewogen.
JK🏟⚒⚒️🖤🤍