Sehnsüchtiges Warten auf zwei Premieren – Hellas zu Gast im Ellenfeld

Borussia empfängt am morgigen Samstag (16.00 Uhr) den Tabellenachten aus Bildstock – fällt endlich das erste Tor? Gibt es endlich den ersten Sieg?

+++UPDATE FANARTIKEL!!!+++

Achtung, Borussen-Fans: Am Samstag findet der Fanartikel-Verkauf nach langer Zeit wieder am Fan-Ball statt (oben li.)! Dabei gibt es anlässlich der bald bevorstehenden kalten Jahreszeit neue Strickmützen mit dem Borussen-Logo (oben re.) zum Preis von 18,- Euro zu erwerben. Nach der Partie ist der VIP-Raum geöffnet – herzliche Einladung an alle Borussen und Gäste!

Unser Gast aus Bildstock hat in Anlehnung an die ersten olympischen Spiele der Neuzeit, die 1896 in Griechenland (Athen) stattfanden, seinen Vereinsnamen „Hellas“ (die muttersprachliche Bezeichnung für Griechenland) und dementsprechend auch die Vereinsfarben Blau und Weiß gewählt. Obwohl der Verein unter dem Namen „Sportclub Hellas“ bereits seit 1904 existierte, gilt das Jahr 1905 als offizielles Gründungsjahr, da die ersten Spiele, wie es in der Vereinschronik steht, lediglich „auf Schutt“ ausgetragen wurden. Seit dem Aufstieg aus der Landesliga im Frühsommer 2018 gehört die Hellas zum etablierten Kreis der Verbandsligisten, wo man in der Corona-Saison 2020/21 sogar auf dem ersten Tabellenplatz abschloss und ansonsten meist einstellige Ränge belegte. Vor Beginn dieser Spielzeit haben mit Sascha Bickelmann (zurück zum SC Bliesransbach), Stefano Sottosanti (zu Ay Yildiz), Torben Gottesleben (zur Spvgg Quierschied), Alessio Forkel (zu SV Bübingen) und Nico Zimmer (zur SVG Altenwald) gestandene Akteure mit reichlich Erfahrung den SV Hellas verlassen. Im Gegenzug kamen drei talentierte Nachwuchskräfte ins Stadion am Maybacher Weg: Felix Rehm, der in der Jugend in Elversberg ausgebildet wurde und dort sowie in Wiesbach bereits Saarlandligaluft schnuppern durfte, hat bereits gut „eingeschlagen“, Sebastian Müller kam aus der U19 des FC Homburg und Nico Rink vom SV Rohrbach. Mit 21 Toren ist die Offensive bisher recht torgefährlich: Neben dem Top-Torschützen Felix Rehm, der bereits sechs Mal getroffen hat und laut fupa.net zu den wertvollsten Akteuren gehört, konnten Sebastian Braun und Thomas Sell vier Mal einnetzen.

Dieser Kader (oben) soll Hellas Bildstock in der Verbandsliga auch in der Saison 2026/27 auf Kurs halten. Sie geben der Mannschaft ein Gesicht (unten v. li.): Trainer Marco Kleer, der seinen Bruder Sebastian ablöste, „Urgestein“ Jürgen Kriesch, der bei Hellas in seine 12. Saison geht, Neuzugang Felix Rehm, der sich mit sechs Toren bislang als treffsicher erwiesen hat, und Fabian Adeyemi, dessen Vater Tunji Adeyemi im Ellenfeld spielte und als Trainer tätig war. (Fotos: fupa.net) 

Ein Hellas-Urgestein ist Jürgen Kriesch; der 30jährige ist in seine 12. Saison im blau-weißen Trikot gegangen und bringt das Erfolgsgeheimnis auf den Punkt, wenn er auf den außergewöhnlichen langjährigen Zusammenhalt beschreibt: „Ich bin stolz, so lange beim SV Hellas zu spielen. Mit Manuel Zimmer, Dominik Berrang oder Lukas Schweizer habe ich schon in der Jugend zusammengespielt. Der Zusammenhalt war immer großartig, der Spaß, mit seinen Freunden zu spielen, ist immer noch gegeben.“ Mit Manuel Zimmer versteht sich der Rechtsfuß nahezu blind: „Wenn ich den Ball bekomme, läuft er schon los!“ Ein weiterer Pluspunkt ist der interne Austausch zwischen Mannschaft und Trainer Marco Kleer, der Nachfolger seines zum FC Rastpfuhl in die Saarlandliga gewechselten Bruders Sebastian Kleer wurde. Seit Sommer steht Marco Kleer, der zuvor die A-Junioren von Hertha Wiesbach unter seinen Fittichen hatte, beim SV Hellas in der sportlichen Verantwortung und legt Wert darauf, den Spielern Mitsprache einzuräumen. Nicht nur deshalb ist Bildstocks Vorsitzender Walter Thorn von einer erfolgreichen Zusammenarbeit überzeugt: „Den Weg, den Sebastian Kleer mit der Mannschaft eingeschlagen hat, können wir mit seinem Bruder Marco nahtlos fortsetzen. Beide haben eine ganz ähnliche Philosophie.“ Hellas Bildstock kann dabei auch auf einen im Ellenfeld bekannten Namen setzen: Adeyemi! Fabian, der mittlerweile 28jährige Sohn des Ex-Borussen Adetunji Adeyemi, ist nach Stationen in Hangard, zweimal Ottweiler-Steinbach sowie Reiskirchen mittlerweile am Maybacher Weg gelandet.

Die Ausgangssituation zeigt Hellas Bildstock im Mittelfeld auf Platz 8 mit ausgeglichener Bilanz (jeweils 3 Siege und Niederlagen, dazu 2 Remis) liegend. Auch Tore (21) und Gegentore (22) halten sich nahezu die Waage. Dass die Truppe von Marco Kleer selbst gegen Topteams bestehen kann, haben die Partien in Primstal und gegen die SG Lebach-Landsweiler mehr als deutlich gezeigt: Während man die SG LeLa auf eigenem Gelände glatt mit 4:1 abbügelte, holte man im Allerswald beim VfL trotz eines 0:2-Rückstandes mit 3:3 am Ende noch einen wertvollen Zähler. Zuletzt feierte Hellas mit 2:0 bei Palatia Limbach II einen beachtenswerten Auswärtssieg – den ersten in dieser Saison, dem die Blau-Weißen im Ellenfeld nur allzu gerne den zweiten folgen lassen würden. Auf der anderen Seite die Borussen, die immer noch auf das erste Saisontor und den ersten Sieg warten und hoffen, gegen Bildstock vor heimischem Publikum endlich eine Trendwende einleiten zu können. In drei Trainingseinheiten hat Senat Memedovski seine Jungs auf die Partie vorbereitet, die Borussen wissen aber auch um die Schwere der Aufgabe: „Bildstock ist eine robuste, gestandene Verbandsliga-Mannschaft, die von der Qualität her durchaus im oberen Tabellendrittel zu erwarten ist“, so die Einschätzung von Boris Schellenberg. Der sportliche Leiter konnte unter der Woche die Verpflichtung eines ehemaligen Borussen vermelden: Stefan Iacono, der im Ellenfeld einst das Trikot der zweiten Mannschaft trug, aber auch in der Oberliga zu Einsätzen kam, ist ab sofort spielberechtigt. Der 34jährige Italiener, der zuletzt für den FV Fischbach aktiv war, wurde nach einer Spielpause reaktiviert und soll mit seiner Erfahrung die Abwehr weiter stablisieren.

Nostalgie – mehr als neun Jahre ist es her (siehe Beitrag von gestern): Borussia siegte im Saarlandpokal mit (v.li.) Jens Kirchen, Daniel Ruschmann und dem zweifachen Torschützen Mo Diallo mit 3:0 gegen den SV Hellas am Maybacher Weg. (Archivfotos: -jf-)

Bisherige Bilanz: Hellas und Borussia trafen in den letzten Jahren im Ligabetrieb nicht aufeinander. Lediglich bei Hallenturnieren wurden die Klingen gekreuzt- mit wechselndem Erfolg. Ein Pflichtspiel gab es im September 2017 im Saarlandpokal, als sich die Borussen (noch unter Trainer Tobias Grimm) dank der Treffer von Mo Diallo (2) und Marcel Jung recht ungefährdet mit 3:0 durchsetzten.

Schiedsrichter des Spiels im Ellenfeld (Anstoß: 16.00 Uhr) ist (nach Angaben von fussball.de) Leo Schwamm. Er pfeift für den SV Auersmacher, ist seit 2020 als Unparteiischer aktiv und seit 2025 Zifferschiedsrichter des Saarländischen Fußballverbandes (SFV). Die Leitung von Spielen bis zur Saarlandliga sowie von Partien der A-Jugend-Bundesliga gehören zu seinem Wirkungsbereich. In der Oberliga fungiert Leo Schwamm als Unterstützer an de Seitenlinien. Dem 20jährigen assistieren im Ellenfeld diesmal die Herren Sebastian Grünewald und Nicolas Groß. Wir wünschen dem Schiedsrichterteam eine gute Anreise und eine gelungene Spielleitung! (-jf-)

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